Pia Freund / Sopran

 

Pia Freund absolvierte ihr Gesangsstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und vertiefte ihre Ausbildung u. a. bei Prof. Dorothy Irving.

 

Pia Freund debütierte 1992 mit der Rolle der Mimì in Puccinis „La Bohème“ an der Finnischen Nationaloper, wo sie seitdem regelmäßig gastiert. Sie war in der Rolle der Anna in Nicolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ zu sehen sowie in der Rolle der Kyllikki in Tapio Tuomelas Oper „Äidit ja tyttäret“ (Mütter und Töchter). Weitere wichtige Rollen waren u. a. Micaëla in Bizets „Carmen“, Pamina in Mozarts „Zauberflöte“, Belinda in Purcells „Dido und Aeneas“ sowie Minna in Rautavaaras „Tietäjien lahja“ (The Gift of the Magi).

 

Pia Freund wurde besonders durch Vokalmusikwerke der Komponistin Kaija Saariaho bekannt, die sie sowohl bei Lied- und Orchesterkonzerten als auch auf der Opernbühne interpretierte. Sie sang die Rolle der Clémence in Saariahos Oper „L’amour de loin“, die an der finnischen Nationaloper im Herbst 2004 und im Frühjahr 2006 ein großer Erfolg war, sowie die Rolle der Refka in Saariahos „Adriana Mater“, ihrerseits ein großer Erfolg im Frühjahr 2008. Im Herbst 2006 sang Freund die Titelrolle bei der Uraufführung des Oratoriums „La Passion de Simone“ von Kaija Saariaho in Wien und sang dieses Werk auch u. a. bei den Helsinkier Festwochen 2007 und beim Stockholmer Baltic Sea Festival unter der Leitung von Esa Pekka Salonen. Im Jahr 2008 interpretierte sie die Rolle der Refka in Saariahos „Adriana Mater“ sowohl an der finnischen Nationaloper als auch an der Oper von Santa Fe in den USA.

 

Pia Freund gastierte u. a. an der Oper von Norrland und am Theater Dortmund. An internationalen Festivals seien genannt das Rheingau Musik Festival, Les Arcs, Prager Frühling, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Huddersfield Contemporary Music Festival und das Oleg Kagan Music Festival. In Finnland trat sie u. a. bei den Helsinkier Festwochen, bei den Kammermusikfestspielen von Kuhmo und von Naantali und beim Festival für zeitgenössische Musik in Viitasaari auf. 

                                            

Pia Freunds Konzertrepertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie hat u. a. mit Esa-Pekka Salonen, Jukka-Pekka Saraste, Peter Schreier, Osmo Vänskä, Herbert Blomstedt, Harry Christophers, Ernest Martinez Izquierdo und Ralf Gothóni zusammengearbeitet. Neben finnischen Orchestern ist Freund u. a. auch mit dem London Royal Philharmonic Orchestra, Scottish Chamber Orchestra, Leipziger Gewandhausorchester, Drottningholms Barockensemble, Orquestra Sinfónica de Navarra, Luzerner Sinfonieorchester und dem Orchestre national d'Île de France als Solistin aufgetreten. 

                                            

Pia Freund war 1992 Siegerin des Gesangswettbewerbs von Lappeenranta und gewann 1991 sowohl den Mustakallio-Gesangswettbewerb als auch den Gesangswettbewerb von Kangasniemi. Sie wurde auch mit dem Kulturpreis der Stadt Hämeenlinna sowie mit dem Sibelius-Preis der Sibelius-Gesellschaft ausgezeichnet. Pia Freund hat zahlreiche Platten-, Fernseh- und Radioaufnahmen gemacht.

 

Besonders verbunden fühlt sich Freund der Kammermusik, insbesondere der Zusammenarbeit mit dem Meta4-Quartett. Sie arbeitet auch regelmäßig mit zeitgenössischen Dichtern und Komponisten zusammen und wirkt regelmäßig an Uraufführungen neuer Werke mit.

 

An Komponisten seien u. a. genannt Lotta Wennäkoski, Matthew Whittall, Kaija Saariaho, Libby Larsen und Paola Livorsi und an Dichtern Maritza Nunez.